Tagesgeldkonto
Lastschriften und Überweisungen auf andere Konten, als das angegebene Auszahlungskonto nicht möglich. Die Verzinsung eines Tagesgeldkontos wird von den Banken unterschiedlich gehandhabt. Für gewöhnlich bezieht sich die Verzinsung auf das Jahr (p.a.: lat. per annum = das Jahr). Einige Banken zahlen die Zinsen jährlich aus, einige vierteljährlich und einige Banken sogar monatlich. Die monatliche beziehungsweise vierteljährliche Auszahlung ist für den Kunden natürlich erheblich besser, da die Zinsen verfügbar sind und nun auch mitverzinst werden (Zinseszins - Effekt). Rein theoretisch ist die Verzinsung eines Tagegeldkontos immer an den Tag gebunden.
Aus diesem Grund könnten die Banken den Zinssatz auch täglich abändern. Dieser Fall ist trotzdem eher unwahrscheinlich, da eine kurzfristige Geldanlage allgemein viel niedriger verzinst wird, als längerfristige Geldanlagen. Das Tagesgeldkonten trotzdem oft höher verzinst werden als Sparkonten, liegt einfach daran, dass sie meist als Onliekonten geführt werden und die dadurch eingesprten Kosten dem Kunden als Zinsen gutgeschrieben werden. Zudem kann der Kunde täglich über sein Guthaben verfügen und so sind die Banken darauf bedacht, den Zinssatz zu halten. Würden die Banken ihn nämlich beispielsweise senken, könnten viele Kunden ihr Kapital verfügbar machen und der Bank würde dann viel Geld fehlen. Tagesgeldkonten bieten aber nicht nur Vorteile. Einer der Nachteile ist, dass die tägliche Verfügbarkeit nur mit einer Bankkarte gewährleistet ist. Diese funktioniert jedoch nur am Geldautomaten und auch nicht jeder Tagesgeldkonto - Kunde erhält sie. Für gewöhnlich muss das Guthaben auf das Referenzkonto überwiesen werden und das zieht zwangsweise eine bis zu 3 Tage dauernde Bearbeitungszeit nach sich.
Ein weiterer Nachteil ist das zumindest mögliche, wenn auch unwahrscheinliche Ändern des Zinssatzes in eine niedrigere Prozentstufe. Dies ist aber, wie schon erwähnt, eher unwahrscheinlich. In jedem Fall ist das Guthaben auf einem Tagesgeldkonto mündelsicher, was aber nicht unbedingt ein Vorteil ist, da sich Deutsche Banken nur an den europäischen Mindestvorgaben orientiert. Dabei bekommt man 90%, jedoch nicht mehr als 20000 € im Falle einer Bankenpleite. Tagesgeldkonten gibt es schon lange, doch erst seit dem Jahre 2000 sind sie nicht nur für Firmen attraktiv. Nach dem Börsencrash griffen viele Anleger wieder auf das Sparbuch zurück, doch die Zinsen waren ihnen zu niedrig. Um das Vertrauen ihrer Kunden zurück zu gewinnen, boten die Banken nun vermehrt Tagesgeldkonten mit hohen Zinsen an.