Tagesgeld Zins
seitens der Bank, ist der Zinssatz allerdings variabel. Das ist ganz einfach damit zu begründen, dass die Tagesgeldanlage täglich "fällig" wird, und die Bank natürlich auch auf Zinsänderung am Kapitalmarkt reagieren "muss" und die Zinsen für die Tagesgeldanlage ggf. anpasst.
Die Höhe der Tagesgeldzinsen richtet sich also in erster Linie danach, ob die Zinsen am Markt eher niedrig oder hoch sind. In einer Niedrigzinsphase kann man daher auch beim Tagesgeld keine Renditen von sieben oder acht Prozent erwarten. Der durchschnittliche Zinssatz, den der Anleger im Rahmen der Tagesgeldanlage erwarten kann, liegt zwischen 3,5 und 4,5 Prozent. Dabei gilt es allerdings Einiges zu beachten hinsichtlich der Zinsen, denn die Angebote der Banken unterscheiden sich gerade in diesem Punkt zum Teil in größerem Maße. Da das Produkt Tagesgeld inzwischen hart "umkämpft" ist, bieten viele Banken und Online-Banken für Neukunden Sonderkonditionen in Form von befristet deutlich höheren Tagesgeldzinsen im Vergleich zur Standardkondition an. Bei einem Vergleich lohnt es sich für den Anleger also auf jeden Fall, auf diese Sonderkonditionen zu achten, denn die erhaltenen Zinsen können dann durchaus im Bereich von bis zu 5,5 Prozent pro Jahr liegen.
Die Tagesgeldzinsen werden in regelmäßigen Abständen dem Anlagebetrag zugerechnet, also auf dem Tagesgeldkonto gutgeschrieben. Auch hier gibt es Unterschiede hinsichtlich der Verrechnungs-Frequenz zwischen den Anbietern. Für den Kunden ist es natürlich optimal, wenn die Verrechnung der Zinsen für die Tagesgeldanlage täglich erfolgt, da er in diesem Fall auf beste Art und Weise vom Zinseszinseffekt profitieren kann. Dieses macht sich zwar in der Regel erst bei größeren Anlagesummen wirklich bemerkbar, aber dennoch sind die Zinseszinsen natürlich Zinsen, auf die man nicht verzichten sollte, wenn man sie erhalten kann.
Bei der Anlage in Tagesgelder muss man hinsichtlich der Zinsen zudem noch erwähnen, dass die Höhe bei nicht wenigen Banken gestaffelt nach Anlagesumme ist. Dabei ist es oftmals so, dass die Höhe der Zinsen mit steigendem Anlagebetrag fällt. Wer also einen Betrag von beispielsweise 50.000 Euro anlegt, erhält Zinsen in Höhe von 4,5 Prozent, wer aber 200.000 Euro als Tagesgeld anlegt, bekommt zum Beispiel nur noch 3,0 Prozent. Die umgekehrte Zinskonstruktion ist damit zu erklären, dass es für die Banken mit steigender Anlagesumme immer unrentabler wird, das das Kapital seitens der Bank täglich verfügbar gehalten werden muss.