Festgeldkonto
deutscher Banken noch verstärkt wird. Kursschwankungen oder gar Kursverluste, wie diese bei Aktien oder Aktienfonds befürchtet werden müssen, gibt es beim Festgeldkonto nicht. Die Rendite ist im Vergleich jedoch relativ niedrig, sie orientiert sich am allgemeinen Zinsniveau und somit am Leitzins der Zentralbank.
Festgeldkonten werden von nahezu allen Banken angeboten. Daher ist es notwendig, die Konditionen sowie die Bedingungen für das Festgeldkonto im Einzelfall zu prüfen. So bieten einige Banken ihr Festgeld bereits ab einer Mindestanlagesumme von nur 1.000 Euro an, bei anderen Banken hingegen müssen mindestens 10.000 Euro angelegt werden, um das Festgeldkonto zu eröffnen. Neben der Mindestanlagesumme unterscheiden sich die Banken aber auch in der Höhe der gezahlten Zinsen sowie in der Anlagedauer. In der Praxis haben sich im Bereich des Festgeldkontos Laufzeiten von 30, 60 und 90 Tagen durchgesetzt, zudem werden Festgelder auch als mehrjährige Anlagen mit Laufzeiten von einem bis drei Jahren angeboten. Am Ende der Laufzeit kann jeder Anleger selbst entscheiden, ob das Festgeld verlängert werden soll. Wird bei Abschluss eine automatische Prolongation vereinbart, wird das Festgeld zur Fälligkeit mit der gleichen Laufzeit verlängert, der Zins orientiert sich in diesem Fall am Marktniveau.
Wurde keine Prolongation vereinbart, wird das Festgeldkonto zum Termin aufgelöst, der Anlagebetrag samt verdienter Zinsen wird auf das benannte Gegenkonto gebucht. Dieses Gegenkonto, welches als Abwicklungskonto dient, wird in der Regel bei der gleichen Bank geführt. Es kann beispielsweise als Tagesgeldkonto angelegt werden. Die Zinsen der Banken sind ebenfalls sehr unterschiedlich. Vor allem die Direktbanken, bei denen der Kontoabschluss im Internet erfolgt, bieten mitunter hohe Zinsen. Die Zinssätze sind hier um bis zu zwei Prozent höher als bei den Filialbanken, so dass Anleger bei einer Einlage von 10.000 Euro immerhin 200 Euro mehr verdienen. Ein Vergleich der Festgeldzinsen ist im Internet kostenlos möglich. Einige dieser Angebote richten sich jedoch ausschließlich an Neukunden oder aber der Anleger muss neues Geld, welches bisher noch nicht bei dieser Bank angelegt war, übertragen. Derartige Neukundenangebote werden vor allem deshalb genutzt, um frisches Geld und somit neues Potenzial für die Bank zu gewinnen. Neben der Höhe des Zinssatzes sollten Anleger weiterhin prüfen, wann diese Zinsen ausgezahlt werden.
In der Regel ist der Zinstermin die Fälligkeit des Festgeldes. Bei mehrjährigen Anlagen kann die Bank aber auch entscheiden, die Zinsen immer am Ende eines Kalenderjahres auszuzahlen. Erfolgt die Auszahlung hier auf das Festgeldkonto, können Anleger zusätzlich einen Zinseszinseffekt erzielen. Da die verdienten Zinsen einkommenssteuerpflichtig sind, sollten Anleger für ihr Festgeldkonto einen Freistellungsauftrag vereinbaren. Dieser Auftrag kann über bis zu 801 Euro pro Person festgelegt werden.